"Jetzt übernehmen wir!"

Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten rund um das Projekt "Azubi-Bad".

 Tag  1      
Montag, 20.10.08- Jetzt wird es Ernst!
 
   
5.30 Uhr- Schichtbeginn für die Auszubildenden der Stadtwerke Osnabrück und gleichzeitig der Startschuss für das Projekt „AzubiBad“. Die Theorie steht. Schon seit Wochen. Jetzt wird sich zeigen, ob sich die Theorie auch in die Praxis umsetzen lässt. Ausbildungsleiter Claus Entrup gibt den Azubis noch letzte Einweisungen und erklärt allen die Bedeutung der Infotafel. Hier können die Azubis immer alle wichtigen Neuigkeiten rund um ihren Arbeitstag erfahren. Als letzte „offizielle“ Handlung übergibt Claus Entrup die Schlüssel des Moskaubades an die Azubis- von jetzt an liegt die Verantwortung allein in ihren Händen. Leichte Nervosität macht sich breit. Herr Entrup spricht noch ein paar letzte motivierende Worte und die Auszubildenden ziehen los, um sich für ihren ersten Tag bereit zu machen. Vanessa Auf der Landwehr, die Veranstaltungskauffrau in spe, nimmt ihren Platz an der Kasse ein, die Auszubildenden zum Fachangestellten für Bäderbetriebe ziehen sich um und teilen sich auf- einige kümmern sich um die Wasseraufsicht, die anderen kontrollieren das Freigelände, auf dem es auch im Herbst genug zu tun gibt. Tina Attermeier übernimmt für den ersten Tag die Funktion der Badleiterin und ist an diesem Tag die Ansprechpartnerin für ihre Kollegen und Kolleginnen.
 
Die ersten Stunden des Tages verlaufen nach Plan. Langsam verschwindet die Nervosität und alle Azubis finden sich in den Tagesrhythmus ein. Doch als sich grade alle an das Tagesgeschäft gewöhnt haben, passiert es: das Kassensystem stürzt ab! Gerade als zwei Kunden bezahlen wollen, ein anderer durch das Drehkreuz geht und dann klingelt auch noch das Telefon. Für den Kassen- Neuling Vanessa eine echte Herausforderung. Nach einer kurzen Schreckenssekunde fällt Vanessa wieder ein, was sie während der Vorbereitungsphase gelernt hat. Ruck-Zuck kann sie das Problem mit ihren Kenntnissen lösen und der Badbetrieb kann weitergehen. Nach diesem kleinen Zwischenfall geht alles planmäßig weiter. Die angehenden Schwimmmeister leiten die Wassergymnastik oder reinigen das Freigelände von Laub. Ganz egal welche Aufgaben gerade anstehen- die Azubis meistern alles souverän und sind kaum auf Hilfe vom anwesenden Fachpersonal angewiesen.
 
Um 14.30 Uhr dann der Schichtwechsel: die Frühschicht erläuterten die noch ausstehenden Arbeiten der Spätschicht und geben einen kurzen Überblick, wie der Tag bisher abgelaufen ist. Auch die Spätschicht informierte Ausbildungsleiter Claus Entrup genau über den Verlauf.
Die zweite Hälfte des Tages verläuft weiterhin reibungslos. Der Tag endet mit der Tagesabrechnung der Kasse und die Azubis gehen müde aber sehr zufrieden nach Hause. Alle sind sich einig: „Der erste Tag ist super gelaufen!“
Auch von den Gästen erhalten die Azubis durchweg positive und lobende Worte. Viele hatten schon in der Zeitung oder aus dem Radio von dem Projekt erfahren und wollten sich das Geschehen im Bad einmal selber ansehen.
 
Die Auszubildenden können die kommenden Tage kaum erwarten und sind gespannt, welche Aufgaben noch auf sie zukommen werden.
 
Tag 2 Dienstag, 21.10.2008 - Das Team spielt sich ein
 
Auch am zweiten Projekttag beginnt für die Frühschicht der Tag um 5.30 Uhr. Heute übernimmt Azubi Kai Sudowe die Funktion der Badleitung und somit für seine Kolleginnen und Kollegen verantwortlich. Die Nervosität des ersten Tages ist noch nicht ganz verflogen. Alle fragen sich, was wohl heute passiert. Der Tag beginnt mit der täglich anstehenden Reinigung: die Außenebecken werden von Laub befreit, Fließenproben entnommen und die Anlage rund um das Moskaubad gereinigt. Nebenbei beantworten die Azubis immer wieder fragen oder gehen auf die Wünsche der Kunden ein. Der Badleiter dokumentiert die gemessenen Temperaturen, nimmt Telefonate an, unterstützt die Wasseraufsicht oder hilft bei der Reinigung der Räumlichkeiten. Alle arbeiten zusammen und greifen sich gegenseitig unter die Arme, wenn es irgendwo hakt.

Die beiden angehenden Veranstaltungskauffrauen sind heute besonders gefordert. Ihre Wochenaufgabe besteht in der Planung von zwei Veranstaltungen, die noch in dieser Woche im Moskaubad stattfinden sollen. Eine Führung durch die Bädertechnik und ein Spielenachmittag für die ganze Familie wollen organisiert werden. Es wird überlegt, geplant und vorbereitet. Die Schwierigkeit hier: alle Ideen müssen auch in so kurzer umgesetzt werden können. Das Ergebnis der Vorbereitungen kann sich am kommenden Wochenende angesehen werden.
Der zweite Tag bringt die Azubis viel mit den Gästen des Moskaubades in Kontakt. Immer häufiger kommen Nachfragen oder lobende Worte.
Auch den zweiten Tag können die Azubis positiv bewerten. Viele Aufgaben mussten wieder unter Eigenverantwortung entschieden und erledigt werden. Den Azubis ist auch heute noch einmal deutlich geworden: Gegenseitige Hilfe und eine gute Zusammenarbeit erleichtern die Aufgaben ungemein.
Tag 3 Mittwoch, 22.10.2008 - Das Radio kommt
  Der dritte Tag beginnt für die Azubis im Moskaubad relativ ruhig: An der Kasse werden die Stammgäste begrüßt, im Außenbereich werden die täglichen Reinigungsarbeiten durchgeführt. Besonders bei den Arbeiten auf dem Freigelände ist es wichtig, dass die Azubis immer erreichbar sind, falls Frage oder irgendwelche Probleme auftreten. Aus diesem Grund wird jeder, der Aufgaben im Freibad zu erledigen hat, mit einem Walki Talki ausgestattet- so ist garantiert, dass alle immer erreichbar sind.
Mittlerweile haben sich alle an dem Badalltag gewöhnt. Die Organisation der beiden Veranstaltungen läuft auf Hochtouren. Alles muss untereinader abgesprochen werden, damit einem reibungslosen Ablauf nichts im Wege steht. Die Programminhalte werden mit den Badleitern abgesprochen, damit dieser einen passenden Dienstplan anfertigen kann. Die Veranstaltungskaufffrauen leiten Werbemaßnahmen für die anstehende Veranstaltung in die Wege. Sie bereiten Aushänge vor und informieren die Presse.
Durch die anstehenden Veranstaltungen steht für die Veranstaltungskauffleute viel Büroarbeit auf dem Plan, sodass sie nicht die ganze Zeit über die Kasse besetzen können. Die anderen Azubis unterstützen die beiden aber gerne und halten die Stellung an der Kasse, wenn diese gerade nicht durch die Veranstaltungskaufleute besetzt werden kann.

Um 10 Uhr wird es dann nochmal aufregend für die Azubis. Der Radiosender NDR 1 hatte sich angekündigt, um über die Geschehnisse im Bad zu berichten. Nervös, aber dennoch souverän meistern die Azubis das Interview. Sie erzählen von ihren Aufgaben und dem Alltag im Moskaubad. "Das Projekt macht riesigen Spaß", findet Tina Attermeier, "Nur die täglichen Reinigungsabreiten gefallen mir nicht so gut." "Die müssen aber sein!", weiß Ausbildungsleiter Claus Entrup.Um 14.30 Uhr hören sich die Azubis zusammen das Ergebnis im Radio an und sind begeistert.

Dann steht wieder ein Schichtwechsel an, der diesmal nicht ganz reibungslos verläut- irgendetwas stimmt bei der Abrechnung der Kasse nicht. Alle Versuche, das Problem ohne die Hilfe der anwesenden Fachkraft zu lösen schlagen fehl. Die Azubis holen sich den Rat bei dem Badleiter Rüdiger Heidt. Dieser greift ihnen gerne unter die Arme und so ist das Problem schnell wieder behoben.

Der dritte Tag endet mit den Reinigungsarbeiten im Freibadbereich.
Tag 4 Donnerstag, 23.Oktober 2008- heute ist für die Öffentlichkeit geschlossen
  Heute ist das Moskaubad für die schwimmende Öffentlichkeit geschlossen. Eine gute Gelegenheit, alles gründlich sauber zu machen und in Ruhe über die vergangenen Tage zu sprechen.

Für die Badleiter stand eine Unterweisung an. Einmal im Jahr muss der Badleiter mit seinen Fachangestellten eine solche Unterweisung durchführen. Dabei wird über die Gefahren im Umgang mit den verschiedenen Reinigungsmitteln gesprochen, die oft säurehaltig sind.

Mittags steht dann eine Teambesprechung mit Ausbildungsleiter Claus Entrup an. Claus Entrup zeigt den Azubis auf, welche Dinge positiv oder negativ verlaufen sind. Der Ausbildungsleiter ist sehr zufrieden mit den Azubis. Auch wenn nicht alles perfekt läuft, habe die Auszubildenden das Moskaubad relativ gut im Griff. Alle sind heilfroh, dass bisher alles so gut läuft.
 
Tag 5 Freitag, 24.Oktober 2008- der ganz normale Alltag 
  Der Tag beginnt gleich mit einem Lob für die Azubis. Alle finden es wirklich toll, dass die Azubis eine solche Chance bekommen.
Motiviert und mit guter Laune starten alle in den Tag.

Alles läuft wieder nach Plan. Doch als nach der Reinigung des Beckenumgangs, lässt sich die Pumpe nicht mehr einschalten. Jörn Harms, der für den fünften Tag als Schichtführer  eingteilt wurde, konnte aber gemeinsam mit Techniker Cartsen Tiedemann schnell das Problem lösen und die Pumpe lief wieder einwandfrei.

Eine weiterere Herausforderung stellt der angekündigte Spielenachmittag im Zuge der Herbstferien für die angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe dar. Tina Attermeier gibt ihr Bestes und die zahlreichen Kinder haben eine Menge Spaß und toben sich unter ihrer Leitung aus.
Auch für die beiden anstehenden Veranstaltungen am Wochenende laufen die Planungen auf Hochtouren. Immer mehr Anmeldungen für die Führung durch die Bädertechnik gehen ein und auch der Familienspielenachmittag lässt die Gäste neugierig werden.
Aber auch die Fachangestellten für Bäderbetriebe haben jede Menge zu tun. Neben der Wasseraufsicht müssen sie noch einen Infostand im Foyer organisieren und auch betreuen. Hier sollen Interessierte über die verschiedenen Ausbildungsberufe informiert werden. Zusätzlich zu den Infos werden die Azubis durch Übungen den Gästen die Inhalte ihrer Ausbildung näher bringen. Es sollen Rettungsübungen an Badegästen demonstriert und im Foyer sollem an einer Puppe Wiederbelebungsübungen durchgeführt werden.

Am späten Nachmittag werden die Vorbereitungen für das wöchentliche Candle-Light-Schwimmen getroffen. Ab 19.00 Uhr kommen dann die ersten Gäste, um in dieser besonderen Atmosphäre zu schwimmen. Alles  läuft reibungslos ab.

Bevor der Feierabend eingeläutet werden kann, bereitet die Spätschicht noch das Bad für den nächste Tag vor.
 
  "Unsere Amtszeit ist vorbei - leider..."
 
Projekt „AzubiBad“ erfolgreich beendet

 Für elf Auszubildende der Stadtwerke Osnabrück (Bereich Bäder) ging am vergangenen Sonntag eine spannende und ereignisreiche Woche zu Ende. Sieben Tage lang „regierten“ sie alleine das Moskaubad. Anfallende Arbeiten, auftretende Probleme und andere Herausforderungen meisterten die Azubis unter eigener Verantwortung. Nach sieben Tagen „AzubiBad“ sind sich alle einig: Das muss wiederholt werden. 
 
„Das war die wohl spannendste Zeit unserer bisherigen Ausbildung“, fasst Kai Sudowe, angehender Fachangestellter für Bäderbetriebe, die Erfahrungen der elf Azubis zusammen. Schließlich standen die Auszubildenden vor der Herausforderung, eigenverantwortlich in jeder Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Das Team hat einen sehr guten Job gemacht“, lobt Ausbildungsleiter Claus Entrup. Der Ausbilder hatte in der Woche verschiedene Situationen eingebaut, die die Azubis meistern mussten. „Unsere Auszubildenden haben diese manchmal kleinen Hindernisse super gemeistert“, so Entrup weiter.
Außerdem sind die Azubis im Laufe der Woche immer selbstbewusster geworden und haben gelernt, in ihre erlernten Fähigkeiten zu vertrauen. Von diesen Erfahrungen werden sie in ihrem Arbeits-Alltag sicher profitieren können. Die Woche wird jetzt noch mal gemeinsam mit allen Beteiligten aufgearbeitet. „Mit den Ergebnissen werden wir dann in die Vorbereitungen für die zweite Auflage des „AzubiBads“ gehen“, so Kai Sudowe abschließend.

Herbst im Moskau

Am Sonntag, den 10. Oktober 2010, in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr findet der sechste „Herbst im Moskau“ statt.

"Jetzt übernehmen wir!"

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